Kategorie: Allgemein

  • Artikel Dr. B. Feichtner Schwarzwildbejagung im Frühjahr und Frühsommer – Hart aber fair

    Dr. Bernhard Feichtner,

    Leiter der Jagdschule AJN Saarland

    in Saarjäger März 2017

     

    Schwarzwildbejagung im Frühjahr und Frühsommer

     

    Hart aber fair

     

    Entsprechend der Durchführungsverordnung zum saarländischen Jagdgesetz ist Schwarzwild im Saarland, im Gegensatz zu allen anderen Schalenwildarten, ganzjährig bejagbar. Dennoch gilt entsprechend § 22(4) Bundesjagdgesetz, dass in den Setz-und Brutzeiten bis zum Selbständig werden der Jungtiere, die für die Aufzucht notwendigen Elterntiere nicht bejagt werden dürfen. Dies gilt auch für Wild ohne Schonzeit, wie z.B. für das Schwarzwild.

     

    Dennoch ist die Schwarzwildjagd auf landwirtschaftlich genutzten Flächen zur Vermeidung von Wildschäden notwendig.

     

    Die Hauptfrischzeit unseres Schwarzwildes fällt in die Frühjahrsmonate. Aber bereits im Januar und Februar können vereinzelt Frischlinge bestätigt werden. Sinnvoll ist es daher, dass nach § 62 (2) DV SJG die Treibjagd auf Schwarzwild in der Zeit vom 01. Februar bis 30. Juni verboten ist.

     

    Der überwiegende Teil der Bachen frischt in den Monaten März bis Mai. Daher ist jetzt im Frühjahr besondere Vorsicht beim Abschuss des Schwarzwildes geboten. Wenige Tage vor dem Frischen sondern sich die Bachen zur Anlage der Wurfkessel  von der Rotte ab. Nach dem Frischen bleibt die Bache zunächst im Wurfkessel. Sie verlässt nach einigen Tagen den Kessel, aber in der Regel alleine, denn ihre Frischlinge liegen noch im warmen Wurfkessel.

     

    Einzelgehende Stücke können daher, unabhängig von ihrem Wildpretgewicht, insbesondere im Frühjahr / Frühsommer säugende Bachen sein, die ihre Frischlinge im Wurfkessel zurück gelassen haben.

     

    Nach unserer DV  SJG (§ 62a) dürfen künstliche Lichtquellen beim Erlegen von Schwarzwild verwandt werden, sofern diese nicht mit der Schusswaffe verbunden sind. Insbesondere auch beim Ansprechen kann die künstliche Lichtquelle im Frühjahr von großem Vorteil sein.

     

    Jedoch ist auch unter besten Lichtverhältnissen das Erkennen von angesaugten Zitzen in der Winterschwarte sehr schwierig. Wurden gar nur ein oder zwei Zitzen angesaugt, was bei Frischlingsbachen eher die Regel ist, ist das Ansprechen fast unmöglich. Die produktivsten Zitzen befinden sich beim Wildschwein hinten zwischen den Keulen und selbst im Sommer bei bestem Tageslicht sind diese nicht leicht zu erkennen. Daher sollte grundsätzlich zu dieser Jahreszeit kein einzeln gehendes Stück Schwarzwild erlegt werden, da es sich immer um eine säugende Bache handeln könnte.

     

    Hier ist Vorsicht geboten, denn bereits das billigende in Kauf nehmen des Abschusses einer säugenden Bache würde sogar eine Straftat darstellen.

     

    Gut zu bejagen und relativ einfach anzusprechen sind dagegen im Frühjahr Überläuferrotten. Insbesondere auf den Grünlandflächen sollten wir hier zur Vermeidung von Wildschäden, unabhängig vom Gewicht der Stücke, eingreifen.

     

    Auch aus Rottenverbänden, die noch keine diesjährigen Frischlinge mitführen, können schwache Stücke herausgeschossen werden. Sind dagegen bereits die diesjährigen kleinen Frischlinge im Familienverband dabei, dürfen nur nichtführende Stücke erlegt werden. Wie bereits aufgezeigt, ist aber das Ansprechen einer nicht führenden (Überläufer-) Bache fast unmöglich. Oft sind es gerade die schwächsten Stücke, die führen, da sie während der Trächtigkeit und durch das Säugen der Frischlinge an Gewicht verloren haben. Ein Schuss muss daher aus Tierschutzgründen im Allgemeinen unterbleiben.

     

    Ab einem Wildbretgewicht von etwa 10 kg können bzw. müssen wir im Frühsommer aber gerade die Frischlinge intensiv bejagen. Insbesondere auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen ist im Frühjahr und Sommer der Jagddruck zur Vermeidung von Wildschäden zu verstärken; hier können auch schon kleinere Frischlinge geschossen werden.

     

    Im Wald dagegen sollte im Frühjahr die Jagd auf Sauen reduziert werden. Mit Beginn der Bockjagd im Mai kann dann aber häufig bei guten Lichtverhältnissen ein nicht führender Überläufer sauber angesprochen und erlegt werden.

     

    Jagen wir daher in den sensiblen Frühjahrsmonaten so, dass Schäden im Feld durch Jagddruck minimiert werden und gleichzeitig der Waidgerechtigkeit und damit dem Tierschutz Rechnung getragen wird.

     

    Dr. Bernhard Feichtner

    Vorsitzender des Ausschusses für Wildtierökologie

    VJS

     

  • Jägerprüfung September 16

    Beste Jägerprüfung mit erst 15 Jahren

    Mit erst 15 Jahren war Sie die jüngste Teilnehmer und bestand als Beste die Jägerprüfung im September 2016 in der Jagdschule AJN ab. Herzlichen Glückwunsch und Waidmannsheil hierzu!

     

    Das gesamte Team der Jagdschule AJN gratuliert auch allen anderen frisch gebackenen Jägerinnen und Jäger, die im September 2016 ihre Jägerprüfung bei der Jagdschule AJN mit Erfolg abgelegt haben, recht herzlich!

  • Jägerprüfung August 16

    August 16 Jagdschule AJN:

    Geschafft – die Vorbereitungskurse August 16 Jagdschule AJN schlossen nun mit der Jägerprüfung ab. Frohe Gesichter und Erleichterung nach bestandener Prüfung.

     

     

    Ältester Teilnehmer August 16 Jagdschule AJN

    Der älteste Teilnehmer der bisher in der Jagdschule AJN die Jägerprüfung absolviert hat, war  76 Jahre.  Er hat die Prüfung auf Anhieb und mit Bravour bestanden. Herzlichen Glückwunsch.  Aber auch allen anderen frischgebackenen Jungjägern und -Jägerinnen möchte das Team der Jagdschule AJN ganz herzlich zur bestandenen Prüfung gratulieren.

     

     

  • Im Lehrrevier der Jadgschule AJN

    Erfolgreiche Jagd:

    Kursteilnehmer der Jägerprüfung August 2016 der Jagdschule AJN konnten sich über eine erfolgreiche Jagd freuen. Das Ergebnis der Jagd kann sich sehen lassen. Ein Bock und eine Sau wurden erlegt.

     

    Nur wenige Kilometer vom Sitz der Jagdschule AJN Saarland entfernt liegt das Lehrrevier der Jadgschule.

     

    Auch dieser Jagdkurs konnte wieder, zusammen mit den Ausbildern im Rahmen der Jägerausbildung, praktische Erfahrungen im Lehrrevier der Jagdschule sammeln.

     

    Das Revier ist reich strukturiert (Wald, Feld, Wasser mit Schilf, Erlenbruch) und bietet vielfältige Möglichkeiten für die angehenden Jungjäger/-innen der Jagdschule AJN. Jagd praktisch miterleben und bei der Erlegung eines Stück Wildes hautnah mit dabei zu sein, ist im Lehrrevier der Jägerschule AJN möglich!

     

    Wer praktische Jagderfahrungen sammeln möchte, kann hier z. B. je nach Jagdzeit einen zuständigen Jäger oder den Schulleiter Dr. Feichtner auf Sau- oder Rehansitz begleiten. Dies ist u. a. deshalb besonders reizvoll, weil die Wahrscheinlichkeit bei der Ansitzjagd bei gutem Licht Wildschweine in Anblick zu bekommen, groß ist.

     

     

  • Jagdschule AJN Saarland feiert 10-jähriges Jubiläum

    Jagdschule AJN Saarland.

    Am Samstag, den 13. Juni 2015, feierte die Jagdschule AJN Saarland ihr 10-jähriges Jubiläum.

    Nach einer Hubertusmesse im Kloster Gräfinthal mit den Benediktinermönchen und der Parforcehornbläsergruppe Bliesbergerhof, begrüßte Schulleiter Dr. Bernhard Feichtner eine Vielzahl von Ehrengästen und viele ehemalige Schüler der Jagdschule.
    Mehr als 300 Besucher aus nah und fern besuchten den idyllisch gelegenen Weiler Gräfinthal, um zusammen mit Dr. Feichtner und seinen Mitarbeitern diesen Tag zu feiern.
    Dr. Feichtner dankte allen Personen und Institutionen die zum Erfolgskurs der Jagdschule in den zurückliegenden Jahren beigetragen haben. Landesjägermeister Josef Schneider hob unter anderem in seinen Grußworten die außerordentlich guten Prüfungsergebnisse der Jagdschule AJN Gräfinthal hervor.
    Nach wie vor ist die Jagdschule AJN die erste und einzige Jagdschule Deutschlands die nach DIN ISO zertifiziert ist. Ein Alleinstellungsmerkmal welches unter anderem zu dem deutschlandweit guten Ruf der Jagdschule beigetragen hat.
    Ortsvorsteher Bernhard Fass blickte im Rahmen seiner Grußworte auf die fast 800 – jährige Geschichte des Ortes Gräfinthal zurück und betonte wie der Beigeordnete des Landkreises, Markus Schauer, auch die wirtschaftliche Bedeutung des Unternehmens für die Region.
    Neben kulinarischen Leckerbissen, die von den beiden ortsansässigen Gastronomiebetrieben dargereicht wurden, gab es Wildspezialitäten aus heimischen Revieren.
    Auch präsentierten Austeller ihre Angebote bzgl. Jagd- und Hundezubehör bis hin zu Tierpräparaten.
    Höhepunkt am Nachmittag war eine Falknerschau, bei welcher eine Vielzahl von Greifvögeln und Eulen von den Falknern der Jagdschule vorgestellt wurden. Neben den klassischen Beizvögeln Steinadler, Habicht und Falke konnten die Besucher auch Eulen aus nächster Nähe bestaunen und Wissenswertes darüber erfahren.
    Ein Kinderquiz zu Naturthemen wie z.B. Bestimmung von Getreide- und Baumarten lockte viele Kinder mit attraktiven Preisen an.
    Der Nachmittag wurde mit Kaffee und Kuchen den Teilnehmern versüsst.